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Objekt des Monats Februar 2014

Reservistengläser

Herkunft und Datierung: Rendsburg, 1912

Material: Glas

Inv.-Nr.: HMR (noch nicht vergeben)

Ein Sammlungsschwerpunkt der Museen im Kulturzentrum ist die 350jährige Garnisonsgeschichte der Stadt Rendsburg, denn seit 1665 beherbergte die Stadt dauerhaft militärische Einheiten. Mit der Schließung der Feldwebel-Schmidt-Kaserne endete diese prägende Zeit jedoch 2010. Im Historischen Museum gibt es aber noch zahlreiche Andenken an jene Zeit, als das Militär im Stadtbild noch allgegenwärtig war. Darunter befinden sich auch zwei Gläser des  Reservisten Otto Weidner.

Weidner leistete zwischen 1910 und 1912 seinen Dienst beim Schleswig-Holsteinischen Train Bataillon Nr. 9 in Rendsburg ab. Das Bataillon war eines von insgesamt 19 neupreußischen Trainbataillonen und hatte seinen Standort in Friedenszeiten in Rendsburg. Hauptaufgabe des Trains im Kriegsfall war die Versorgung der kämpfenden Truppe und der Transport militärischer Güter. Aus diesem Grund waren es häufig Handwerker, die zum Train eingezogen wurden. Anders als in anderen Einheiten, war ihre Dienstzeit kürzer. Sie mussten statt drei Jahren, nur anderthalb bis zwei Jahre dienen.

Die beiden Gläser erhielt Otto Weidner „Zum Andenken an meine Dienstzeit b. d. [Anm.: bei dem] 1. Op. Schlesw. Holst. Train Bat. No: 9.“. Sie enthalten neben der Inschrift, das Zeichen des 9. Trainbataillons sowie die Farben des Deutschen Reiches (schwarz, weiß, rot). Auf einem der Gläser sind zusätzlich die Initialen des ehemaligen Besitzers in das Bild eingearbeitet worden.

Über den einstigen Besitzer der Gläser wissen wir nicht viel. Es liegt allerdings nahe, dass Weidner vor ziemlich genau 100 Jahren als Reservist im Ersten Weltkrieg eingezogen wurde. Ob er diesen überlebte ist ungewiss.

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