Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Objekt des Monats Februar 2022

Diese Reservistenpfeife, von der hier nur der Porzellankopf zu sehen ist, hat eine ganz besondere Bedeutung für unser Museum. Sie gehörte einst dem Pastor Friedrich Schröder (1872-1943). Schröder arbeitete ab 1907 als Gefängnisgeistlicher in der Strafanstalt in Rendsburg. Da er sich sehr für die Erforschung der Rendsburger Stadtgeschichte interessierte, engagierte er sich für den „Kreisverein für das Museum Rendsburg“, auf dessen Sammlung unser Museum heute basiert. Diese beiden Tätigkeits- und Interessensfelder kombinierend, ließ er von Gustav Andreas Hiller Stadtmodelle von Rendsburg zu unterschiedlichen Zeitenanfertigen.Diese Modelle sind dasMarkenzeichen des Museums und ein zentraler Bestandteil der Dauerausstellung. Hiller, geboren 1890 in Hamburg und gelernter Konditor, wurde im Ersten Weltkrieg zu 15 Jahren Haft wegen Verrats militärischer Geheimnisse verurteilt. Er baute die Stadtmodelle in den Jahren 1919-1922. 1922 wurde er begnadigt und aus der Haft entlassen. 
Schröder leistete nach seinem Studium seinen Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger beim Rendsburger Feldartillerieregiment Nr. 9 ab. Als Erinnerung an seine Dienstzeit ließ er sich diese Pfeife anfertigen. 

Die Aufschrift der Vorderseite lautet:

„Einjr. Freiw. Schröder.
Es hat die Preußische Artillerie, 
Der alte Fritz erschaffen, 
Und von der Zeit an nent [sic!] man sie
Die Krone aller Waffen“

Auf der Rückseite steht geschrieben:

Zur Erinnerung a. m. Dienstzeit
b. d. 2. Fahr. Batte. Schlesw
Feld. Art. Regmt. No 9 in
Rendsburg.
1895-96.

Die Reservistenpfeife trägt die Inventarnummer 4663, wurde 1896 hergestellt und kam in den 1960er Jahren zu uns ins Museum. In unserer Ausstellung haben wir eine Vitrine, in der wir die verschiedensten Reservistengläser, -krüge und -pfeifen zeigen. Schauen Sie sich diese doch einmal an!

Kontakt

Öffnungzeiten

Schließzeiten

Spendenaufruf Spendenaufruf Facebook Facebook