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Objekt des Monats November 2015

Schirmmütze der Bundeswehr

Herkunft: Rendsburg

Gefertigt: Bamberger Mützenindustrie

Material: Stoff, Leder, Metall

Maße: 29x16x25 cm

Inventarnummer: 8574

 

Jeden Monat präsentieren die Landeszeitung und die Museen im Kulturzentrum Rendsburg gemeinsam ausgefallene oder interessante Objekte aus dem Bestand der Museen. Unser Objekt des Monats November 2015 steht in direktem Zusammenhang mit dem 60. Jahrestag der Bundeswehr-Gründung. Am 12. November 1955 wurden in der Ermekeil-Kaserne in Bonn die ersten 101 Soldaten der neu aufgestellten deutschen Streitkraft vereidigt.

Kurz danach bezog die Bundeswehr auch die beiden Rendsburger Kasernen, die Eider-Kaserne sowie die Rüdel-Kaserne, welche im Jahr 2000 in Feldwebel-Schmidt-Kaserne umbenannt wurde. Nach über 50 Jahren Bundeswehr und 350 Jahren durchgehender Militärpräsenz auf Rendsburger Stadtgebiet, besiegelte die 2004 beschlossene Bundeswehrreform dann binnen 5 Jahren das Ende der 350 Jahre alten Garnisonsgeschichte Rendsburgs in 2009.

Die hier gezeigte Schirmmütze für Mannschaften und Unteroffiziere des Heeres besteht aus grauem Stoff mit roter Paspelierung, Abzeichen aus Metall und schwarzem Mützenschirm. Für viele Marineuniformträger ist die Schirmmütze die gewöhnliche Kopfbedeckung zum Dienstanzug. Seltener wird die Schirmmütze von Luftwaffen- und Heeresuniformträgern getragen, wo meist stattdessen Barett, Bergmütze oder Schiffchen vorgezogen werden. Die Schirmmütze wird dort überwiegend nur zum Dienst- und Gesellschaftsanzug getragen. Die Ausführung und die Schirmapplikationen erlauben die Zuordnung des Soldaten zu einer Teilstreitkraft oder Dienstgradgruppe.

Diese Schirmmütze wurde in der vorliegenden Ausführung dementsprechend nicht nur in Rendsburg, sondern bundesweit von Heeresangehörigen getragen. Die Schulterklappen mit dem Mannschaftsdienstgrad des „einfachen Soldaten“ (unten) bis zum höchsten Unteroffiziers-Dienstgrad „Oberstabsfeldwebel“ (oben) symbolisieren die Bandbreite der potentiellen Träger.

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