Historische Postkarte der Weißen Brücke in Rendsburg
Herkunft und Datierung: Rendsburg, Anfang 20. Jahrhundert
Material: Karton
Bildarchiv-Nr.: 400-411
Die hier gezeigte Postkarte dürfte bei vielen Rendsburgern zwiespältige Gefühle auslösen, steht die sogenannte Weiße Brücke doch seit Monaten im Mittelpunkt heftiger kommunalpolitischer Diskussionen. Debattiert wird darüber, ob und wenn ja, wie die Brücke erhalten bzw. saniert wird und ob ein Neubau aus Holz (wie es schon seit Jahrzehnten der Fall ist) oder aus Stahl bestehen soll. Auch über einen zusätzlichen Fuß- und Radweg wird nachgedacht. Bisher kam es zu keiner Einigung in den politischen Gremien der Stadt. Bis auf weiteres ist die marode Brücke daher gesperrt.
Die Weiße Brücke ist im Gedächtnis vieler Rendsburger fest verankert und prägt schon seit etlichen Jahren das Rendsburger Stadtbild am Jungfernstiegbecken. Sowohl Fußgänger als auch Radfahrer nutz(t)en die Brücke auf dem Weg vom Rathaus zum Paradeplatz. Einst spazierten die Schüler der Herderschule dort hinüber, als die Schule noch auf dem Gymnasiumsberg an Stelle des heutigen Neuen Rathauses stand. Die Brücke war schon immer – neben dem Jungfernstieg - ein wichtiges Verbindungsstück zwischen Altstadt und Neuwerk. Außerdem ist sie ein Stück Identität der Stadt Rendsburg, darüber sind sich viele Rendsburger Bürger einig.
Gebaut wurde sie 1874, kurz bevor das Gymnasium auf dem Gymnasiumsberg entstand. Seitdem wurde sie mehrfach erweitert und umgebaut. Die größte bauliche Veränderung erfuhr sie im Jahre 1972, als der flache, gerade Holzbau in eine gebogene Form umgewandelt wurde. Auf dem Foto ist noch diese ältere Variante zu sehen.
