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Objekt des Monats Februar 2018

Wintersport weltweit

Jeden Monat präsentieren die Landeszeitung und die Museen im Kulturzentrum Rendsburg gemeinsam ausgefallene oder interessante Objekte aus dem Bestand der Museen. Unser Objekt des Monats ist ein Schlittschuhpaar aus dem 19. Jahrhundert.

Denn unabhängig von lokalen Wetterlaunen und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten zum Schlittschuhfahren steht ein weltweites Wintersportereignis bereits fest: vom 9. bis 25. Februar 2018 finden die XXIII. Olympischen Winterspiele statt. In der südkoreanischen Stadt PyeongChang werden 102 Medaillen-Wettbewerbe in 15 Disziplinen ausgetragen: Biathlon, Bobsport, Curling, Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Freestyle-Skiing, Langlauf, Nordische Kombination, Rodeln, Shorttrack, Skeleton, Ski Alpin, Skispringen und Snowboard. Insgesamt gehen knapp 3 000 Sportler/innen an den Start. Neben dem sportlichen spielt in diesem Jahr insbesondere ein politischer Aspekt mit hinein, der die Zuschauer/innen erwartungsvoll auf die Geschehnisse am Austragungsort, 80 km von der nordkoreanischen Küste entfernt, schauen lässt.

Die Olympischen Winterspiele wechseln sich im Zwei-Jahres-Rhythmus mit den Olympischen Sommerspielen ab. Sie gehen in ihrer Grundidee auf sportliche Wettkämpfe junger, nackter Männer in Olympia in Griechenland im 8. Jahrhundert vor Christus zurück – wenngleich sich die Art der sportlichen Wettkämpfe augenscheinlich spätestens seit ihrer modernen Wiederaufnahme 1894 stark verändert hat. Neben Kleidungs-, Sicherheits- und Hygienevorschriften sind seit 1900 auch Frauen Teil der Wettkämpfe, wenngleich erst 2012 aus allen teilnehmenden Ländern Athlet/innen beiderlei Geschlechts dabei waren. Sportarten wie beispielsweise Tauziehen, Seilklettern oder Heißluftballon waren zwischenzeitlich Teil der olympischen Disziplinen. Von 1912 bis 1948 konnten neben Sportler/innen auch Künstler/innen teilnehmen, unter anderem Bildhauer/innen, Maler/innen, Architekt/innen, Schriftsteller/innen und Musiker/innen.

Noch heute wird die Olympische Fackel auf traditionelle Art – mit Parabolspiegel und Sonnenstrahlen – bei einer antiken Zeremonie am Tempel der Hera in Griechenland von Schauspielerinnen in griechischen Kostümen entzündet. Dann wird sie zur Gastgeberstadt transportiert – zum Beispiel von Läufern, mit dem Boot, Flugzeug, zu Pferd, mittels Radiosignals, unter Wasser oder per Kanu. Wichtig ist, dass die Fackel die ganze Zeit brennt!

Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um ein Paar Schlittschuhe aus dem 19. Jahrhundert. Die Sohle ist aus Holz; die Kufen sind aus Eisen. Die Schlittschuhe konnten mithilfe von Lederriemen an der Ferse sowie über dem Spann (Fußrücken) (fehlt bei unserem Objekt) direkt an den Schuhen befestigt und in der Größe verstellt werden. Diese sogenannten Holländer verdanken ihren Namen den über die Grachten fahrenden Niederländer/innen – dem Eislaufvolk par excellence.

Noch heute gibt es diese Art von Schlittschuhen zu kaufen. Ansonsten gilt es insbesondere im Leistungssport je nach Intention den richtigen Schlittschuh auszuwählen. Elegante Stiefel für den Eiskunstlauf bieten durch gezackte Ränder die Möglichkeit für Sprünge und Drehungen, Eishockeyschlittschuhe sorgen mit runderen Kufen für die Wendigkeit, während Eisschnellläufer gerade, lange Kufen benötigen, um hohe Geschwindigkeiten zu erreichen. Als Verleihschlittschuhe im Freizeitbereich gibt es meistens Eishockeyschlittschuhe mit Hartschale, die nur wenig Bewegungsspielraum lassen.

Das Objekt kann noch diesen Monat im Eingangsbereich in unseren Museen im Kulturzentrum angesehen werden.

Material: Holz, Eisen, Leder

Datum: 19. Jahrhundert
Maße: 33 cm

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