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Objekt des Monats Juli 2016

2 D – Bildbetrachter mit Fotos von Rendsburg

Maße (ausgeklappt): B: 12,5 cm ; H: 12,5 cm ; T: 12 cm

Material: Metall, Papier, Glas

Gravur auf der Innenseite des Betrachter: „Made in Germany, Stereoindupor Gmbh Frankfurt M.“

Standort: Depot der Museen im Kulturzentrum Rendsburg

Inventarnummer: 9499

 

Jeden Monat präsentieren die Landeszeitung und die Museen im Kulturzentrum Rendsburg gemeinsam ausgefallene oder interessante Objekte aus dem Bestand der Museen. Unser Objekt des Monats Juli ist ein Stereo-Bildbetrachter aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts.

Das System ist so einfach wie genial – die Bilder werden in die hintere Klappe gesteckt und dann durch die beiden Gucklöcher der vorderen Klappe betrachtet. Es ergibt sich durch die doppelte Anordnung ein Raumbild. Der Trick dieser Stereoskopie besteht darin, dass die beiden Bilder jeweils aus zwei leicht unterschiedlichen Betrachtungswinkeln aufgenommen wurden und somit das linke und das rechte Auge des Betrachters unterschiedliche Bilder sehen.

Das Prinzip beruht immer darauf, dass Menschen wie alle Primaten und die meisten Raubtiere durch ihre zwei Augen ihre Umgebung gleichzeitig aus zwei Blickwinkeln betrachten. Dadurch kann ihr Gehirn zu allen betrachteten Objekten effizient eine Entfernung zuordnen und ein räumliches Bild seiner Umgebung gewinnen, ohne den Kopf in Bewegung halten zu müssen. Die Stereoskopie befasst sich folglich nur damit, in das linke und rechte Auge jeweils unterschiedliche zweidimensionale Bilder aus zwei leicht abweichenden Betrachtungswinkeln zu bringen. Das Gehirn setzt beide Bilder zusammen, so dass ein einzelnes Bild entsteht, welches einen Bildraum suggeriert, der in Wirklichkeit nicht vorhanden ist. Umgangssprachlich wird Stereoskopie fälschlich als „3D“ bezeichnet, obwohl es sich nur um zweidimensionale Abbildungen (2D) handelt, die einen räumlichen Eindruck vermitteln („Raumbild“). Normale zweidimensionale Bilder ohne Tiefeneindruck werden als monoskopisch bezeichnet.

Es sind etwa 15 Bilder von Rendsburg erhalten, die betrachtet werden können. Sie zeigen beispielsweise die alte Straßendrehbrücke, das Stadttheater, die Werft oder Alltagsszenen vor dem Rathaus.

Der Bildbetrachter wird im Eingangsbereich unserer Museen in einer eigenen Vitrine ausgestellt sein. Wenn Sie Interesse haben, selber einmal hindurch zu sehen, wenden Sie sich an unser Personal!

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