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Objekt des Monats März 2013

Osterei als Zierobjekt

Herkunft und Datierung: Rendsburg, 1960er Jahre

Material: Pappe, Papier

Inv.-Nr.: 8349

Dieses Osterei diente als Zier- bzw. Schmuckobjekt zur Osterzeit und wurde nicht per Hand gefertigt, sondern industriell hergestellt. Es besteht aus zwei Teilen, die innen hohl und mit blau eingefärbter Holzwolle gefüllt sind. Möglicherweise wurden darin auch kleine Süßigkeiten oder Ähnliches versteckt. Außen schmücken spielende Küken auf einer Wiese das Ei, innen befindet sich ein Muster aus Hasen, Küken, Blumen und Ostereiern. 

Den Brauch, Eier zu färben und als Schmuck und Dekoration für das Osterfest zu verwenden bzw. die bemalten Eier an Ostern zu verspeisen, gibt es bereits seit dem 13. Jahrhundert. Es handelt sich dabei um eine christliche Tradition, die in weiten Teilen Europas praktiziert wird. Das Ei symbolisiert nach christlichem Glauben die Auferstehung Christi. Die Verzierung der Eier reicht vom einfachen Bemalen bis hin zu aufwändigen Kratz- und Ätztechniken, wie sie insbesondere in den slawisch geprägten Teilen Europas angewendet werden. Hierzulande werden die Eier oft an einen Strauß aus Birkenzweigen gehängt oder noch kahle Äste freistehender Bäume damit geschmückt. 

Besonders prunkvoll sind die kostbaren Ostereier des russischen Goldschmieds und Juweliers Carl Peter Fabergé, die sogenannten Fabergé-Eier. Sie wurden in dessen Werkstatt in St. Petersburg zwischen 1885 und 1917 im Auftrag des Zaren und anderer wohlhabender und einflussreicher russischer Bürger hergestellt und befinden sich heute in verschiedenen Sammlungen und Museen weltweit.

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