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Objekt des Monats März 2014

Brennhexe

Herkunft und Datierung: Rendsburg, 1945

Material: Eisenblech

Inv.-Nr.: HMR 5730

Hunger, Kälte und Wohnungsnot gehörten für viele Menschen während und nach dem Zweiten Weltkrieg zum Alltag. Ganz besonders hatten die zahlreichen Flüchtlinge mit diesen Problemen zu kämpfen. Mehrere hunderttausend Menschen kamen mit dem Ende des Krieges nach Schleswig-Holstein. Auch Rendsburg nahm unzählige Flüchtlinge auf, so dass bereits am 1. Mai 1946 mehr Flüchtlinge als Einheimische in Rendsburg lebten.

Der Einsatz einer sogenannten Brennhexe oder auch Kochhexe genannt, milderte zumindest teilweise zwei der drängendsten Probleme: Zum einen konnten die Menschen auf einfache Weise kochen, zum anderen spendete die Brennhexe etwas Wärme. In den Notunterkünften der Flüchtlinge war dies häufig die einzige Wärmequelle. Der Aufbau ist denkbar einfach: Ganz unten befindet sich ein Auffangbehälter für die Asche, darüber eine Öffnung für das Brennmaterial und ganz oben lässt sich ein Topf einsetzen.

Diese simple Koch- und Heizeinrichtung konnte mit wenig arbeits- und Materialaufwand selbst hergestellt und auch ohne Schornsteinanschluss betrieben werden. Ein weiterer Vorteil lag darin, dass unterschiedlichste Brennmaterialien wie beispielsweise Holz, Briketts oder Torf verwendet werden konnten: Nicht selten bringen schwierige Situationen ungewöhnliche Lösungen hervor. Die Brennhexe ist nur eines von vielen Beispielen, die in den Museen im Kulturzentrum zu sehen sind.

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