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Objekt des Monats Mai 2012

Mechanische Eierwaage

Material: Metall, farbige Emaille, Messing

Herkunft und Datierung: Rendsburg, 1930er Jahre

Inventarnr.: HMR 9077

Diese mechanische Eierwaage aus den 1930er Jahren ist ein typisches Beispiel für Objekte aus dem Bereich Alltagskultur im Historischen Museum. 

Eine verschiedenfarbige Skala mit den Einteilungen S, A, B, C und D sowie Gewichtangaben zwischen 80 und 40 Gramm dient zur Bestimmung des Hühnereis. Diese Einteilung ist heute jedoch nicht mehr aktuell, da Hühnereier heute nach europäischen Vermarktungsnormen in die Größen S (klein, unter 53g), M (mittel, 53-63g), L (groß, 63-73g) und XL (sehr groß, mehr als 73g) unterteilt werden. 

Leider stehen uns kaum Informationen über diese Waage zur Verfügung, dennoch möchten wir sie Ihnen als Objekt des Monats nicht vorenthalten. Falls Sie uns - eventuell sogar aus eigener Erfahrung - sagen können, bis wann eine derartige Waage in deutschen Haushalten in Gebrauch war oder was es mit der Aufteilung in S, A, B, C und D auf sich hat, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf!

Die Farbe des Hühnereis ist übrigens genetisch bedingt und hängt allein von der Hühnerrasse ab, von der das Ei stammt. Reinrassige Hühner mit weißen Ohrscheiben legen meist weiße Eier, solche mit roten Ohrlappen dagegen meist braunschalige. Die Farbe des Eis hat also nichts mit der Farbe des Gefieders zu tun, wie oftmals angenommen. 

Das hier abgebildete Foto stammt aus der Serie „Der zweite Blick“ der Fotografin Silke Grahn, deren Bilder zur Zeit im Museumscafé zu sehen sind.

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