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Objekt des Monats November 2012

Laterna Magica

Material: Metall, Glas

Herkunft und Datierung: Rendsburg, 1920er/30er Jahre

Inv.-Nr.: HMR 4704 

Die Laterna Magica ist ein Projektionsgerät, das bereits im 17. Jahrhundert erfunden und verwendet wurde und sich im Zuge der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert zum Massenmedium entwickelt hat. Sie gilt als Vorläufer der modernen Diaprojektion und der Filmprojektion. 

Die Laterna Magica funktioniert nach dem umgekehrten optischen Prinzip der Camera obscura: Es handelt sich dabei um einen Kasten, in dem sich eine Lichtquelle befindet, deren Licht durch eine Öffnung und durch ein Linsensystem an der Vorderseite des Kastens nach außen dringt. Ein Hohlspiegel hinter der Lichtquelle erhöht die Helligkeit des austretenden Lichtstrahls. In die Bildführung, die zwischen Kasten und Linsensystem angebracht ist, werden Glasbilder eingeschoben und mit dem ausfallenden Licht auf eine Wand oder Leinwand projiziert. 

Diese Laternenbilder wurden nicht nur als unterhaltsamer Zeitvertreib in geselligen Runden genutzt. Motive mit biblischen Szenen dienten der religiösen Erbauung, auf anderen finden sich ländliche Szenen, Bauwerke aus fernen Ländern oder Darstellungen wichtiger Zeitgeschichtlicher Ereignisse. 

Die hier gezeigte Laterna Magica stammt aus den 1920er/30er Jahren und funktioniert mit einem Öllicht als Beleuchtung. Sie wurde als Kinderspielzeug, aber auch zur Erziehung genutzt. Die verschiedenen Glasplatten zeigen Themen wie lustige Alltagsszenen mit Mensch (und Tier), aber auch Märchenstoffe und kleine Geschichten, die sich aus mehreren Teilen zusammensetzten. Sie konnten nachgekauft werden und wurden u.a. von der Firma GBN Bavaria (= Gebrüder Bing) hergestellt.

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