Eine wuchtige Registrierkasse, ein ledergebundenes Preisbuch, Taschenlampen, Schrauben, Holzleim, Scharniere, Spachtel, Taschenmesser, Gartenscheren, … so kann es noch lange weiter gehen, wenn man das Inventar des Eisenwarenladens Paul Matz aufzählen möchte.
Gegründet wurde das Geschäft von dem Kaufmann Ferdinand Piening 1889 zur Zeit des Kanalbaus. Den Arbeitern, die den Nord-Ostsee-Kanal bauten, verkaufte Piening ihr Werkzeug. 1932 wurde der Laden durch Friedrich Dittmer übernommen. Vier Jahre später erwarb Paul Matz das Geschäft. Als der Vater 1960 in Ruhestand geht, übernimmt der Sohn Wolfgang Matz, der den Eisenwarenladen bis zur Geschäftsaufgabe 1993 führt. Anschließend kamen Theke, Tresen und der gesamte Bestand in das Historische Museum.
Der Laden ist eins der größten und beliebtesten Ausstellungsobjekte in der Dauerausstellung des Historischen Museums. Aber er ist nicht nur bei unseren Besucherinnen und Besuchern beliebt: Als erste „Amtshandlung“ stellte sich der neue Museumsleiter der Museen im Kulturzentrum an seinem ersten Arbeitstag gleich morgens hinter den Ladentresen und schaute neugierig in jede Schublade. Ob sie wohl alle noch gefüllt sind?
